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22.10.2011

Kaffekränzchen mit Politik

Peter Weiß auf Schloß Mahlberg

Kaffeekränzchen mit Politik

Die Frauenunion hatte wieder zum politischen Frühstück auf das Mahlberger Schloss geladen.

  1. Peter Weiß ließ sich von den Damen gerne Kaffee und Kuchen nachreichen. Foto: Sandra Decoux-Kone

 

MAHLBERG. Der Einladung der Frauenunion zum politischen Frühstück zusammen mit dem CDU-Bundestagsabgeordneten Peter Weiß waren am Freitagmorgen zahlreiche Besucher, meist weiblichen Geschlechts, gefolgt. Ort der Veranstaltung war das Mahlberger Schloss.

Die Schlossbesitzer Freiherr und Freifrau Türckheim von Böhl hießen zum wiederholten Mal im schönen Ambiente des Salons, Gartenzimmers und des Esssaales die Gäste willkommen. Die Veranstaltung fand nicht wie zuvor in Wahlkampfzeiten, sondern in der Halbzeit der Legislaturperiode statt. Also gab es genug Möglichkeit für einen politischen Rückblick auf die vergangenen und eine Vorausschau auf die zukünftigen zwei Jahre, wie Bürgermeister Dietmar Benz in Vertretung des CDU-Vorsitzenden Rolf Baum sagte. Das Büffet war bereits angerichtet, verantwortlich dafür war Anneliese Stiefel mit ihren Kolleginnen von der Mahlberger Frauenunion.

Der Duft leckerer Speisen hing in der Luft, also fasste sich der CDU-Bundestagsabgeordnete Peter Weiß in seinen ersten Ausführungen zur Politik kurz. Sein erstes Augenmerk richtete er auf den Euro und seine Krise, das Thema, das die Leute am Ärgsten beschäftige und verrückt mache, wie er meinte. Peter Weiß unterstrich deutlich die Wichtigkeit einer gemeinsamen europäischen Währung, historisch betrachtet habe man mit der Einführung des Euro den Schlussstein unter die europäische Entwicklung gesetzt und den europäischen Frieden wasserdicht gemacht. Gesichert sei, dass Deutschland als Exportnation als Gewinner da


Darüber hinaus legte er Wert darauf, nicht von einer Eurokrise zu sprechen, sondern vom Problem, dass viele Länder hoch verschuldet seien. Deshalb könnten nur die Länder Mitglied in der EU sein, die stabilitätsorientierte Politik betreiben könnten. Die Rettungsmaßnahmen bezeichnete er als Hilfsmaßnahmen, um Zeit zu gewinnen, die eigentliche Aufgabe läge noch vor uns. Nämlich die, in der EU Kontrollorgane zu etablieren, die in nationale Haushaltsrechte eingreifen könnten. Eine große Aufgabe in der Zukunft sei es, entsprechende Verträge zu machen.

Nach diesem Einstieg war das Büffet, das regen Zuspruch seitens der Gäste fand, eröffnet. Später nahm Weiß zu den Themen Europa, Sicherheit des Geldes, Gerechtigkeit für die Menschen in Deutschland und die Zukunftsentwicklung Stellung. Und die Gäste nahmen während des Frühstücks gerne die Gelegenheit wahr, ihre Fragen an den Minister zu richten, der sie im Damenkränzchen gerne beantwortete. Dabei kam mit der Frage nach dem Wohlergehen des Gatten auch schon mal ein persönliches Gespräch zu Stande. Auch Bürgermeister Dietmar Benz und Ortsvorsteher Bernd Dosch fühlten sich wohl am Damentisch, ihnen wurden hauptsächlich Fragen in Sachen Lokalpolitik gestellt.

 

Badische Zeitung vom 18.10.2011