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18.01.2010

Neujahrsempfang des Kultusministers Helmut Rau

Ehemaliges Leitungsteam des Seniorentreffs geehrt

Beim Neujahrsempfang in der Friesenheimer Sternenberghalle wurden fünf Mahlberger Frauen geehrt. Sie bildeten das Leitungsteam des Mahlberger Seniorentreffs

Bericht der Badischen Zeitung vom 18.01.2010

Umweltministerin Tanja Gönner empfiehlt die Urschrei-Therapie

Kultusminister Helmut Rau bleibt der Landespolitik erhalten – so es seine Partei und die Wähler wünschen. Bei seinem eigenen Neujahrsempfang am Sonntag in der Sternenberghalle kündigte der Politiker aus Altdorf an, dass er sich von der CDU für Landtagswahl 2011 wieder aufstellen lassen will. Ehrengast der Veranstaltung war die Landes-Umweltministerin Tanja Gönner.

 

Helmut Rau (links) ehrte verdiente Frauen und Männer
aus seinem Wahlkreis.I Foto: Wolfgang Künstle

 

FRIESENHEIM. Die Sternenberghalle war bis fast auf den letzten Platz gefüllt. Unter den Gästen waren allein 17 Bürgermeister aus dem Wahlkreis von Rau. Stellvertretend für viele andere begrüßte Helmut Rau zwei Menschen: Schulleiter Dietrich Berger aus Seelbach ("Wir kennen uns seit 40 Jahren") und Bernhard Krämer, seinen längsten politischen Weggefährten.

Die Frage "Welche Welt hinterlassen wir unseren Kindern?" stellte Helmut Rau über seine Ansprache. Auf jeden Fall eine bessere als noch vor 50 oder 100 Jahren, wie der Politiker feststellte: seit 65 Jahren herrsche Frieden in Europa, die Demokratie habe sich durchgesetzt und es gebe viel Wohlstand. Dennoch müsse angesichts des Fortschritts immer wieder neu die Sinnfrage gestellt werden: "Diese Mühe werden wir uns auch in Zukunft immer machen müssen."

Der Friesenheimer Bürgermeister Armin Roesner sprach in seinen Grußworten von der Enttäuschung über das Ergebnis des Weltklimagipfels in Kopenhagen: "Jeder weiß, dass wir auf einem Pulverfass sitzen und die Zündschnur schon brennt. Es fehlt wohl aber aber Mut diese Zündschnur zu zerschneiden." Den Ball, den ihr der Lokalpolitiker zugespielt hatte, griff Umweltministerin Tanja Gönner auf. Und auch sie sprach von Momenten der Resignation und Nachdenklichkeit in den Tagen von Kopenhagen. Es bringe aber nichts sich beleidigt zurückzuziehen und Schuldige zu suchen. Stattdessen empfahl die Politiker die "Urschrei-Therapie": in den Wald gehen, laut schreien und dann wieder gesammelt an die Arbeit zu gehen. Mit der Politik der kleinen Schritte gelte es die Klimaziele zu erreichen, wobei Deutschland und Europa die Vorreiterrolle spielen könnten: "Wir müssen zeigen, wie man Industrienationen erfolgreich umgestalten kann."


Als Beispiel nannte Tanja Gönner die Mobilität. Die Automobilindustrie in Deutschland habe nicht alle Entwicklungen zur richtigen Zeit erkannt: "Dafür musste sie leiden." Allerdings warnte die Umweltministerium auch davor zu glauben, dass die Elektromobiltät von heute auf morgen zu haben sei: "Wir werden den Verbrennungsmotor noch viele Jahre brauchen." Die klassischen Technologien zu optimieren und in neue Technologien zu investieren – das ist die Marschroute, die Tanja Gönner in Friesenheim vorgab. Und das gelte auch für die Energieversorgung. Von den Erneuerbaren Energie sei sie zwar auch begeistert, es gebe aber noch viele technische Herausforderungen bei diesem Thema. Die Konsequenz für Gönner lautet: "Wer die CO-Freiheit will, der muss akzeptieren, dass es auch noch die Kernkraft gibt."

Musikalisch umrahmt wurde der Neujahrsempfang vom Musikverein Oberweier und zum Abschluss ehrte Helmut Rau wie in jedem Jahr Männer und Frauen, die sich auf verschiedene Weise engagiert haben. Vorgeschlagen wurden sie von den CDU-Ortsverbänden.

Josef Allgaier (Hofstetten) war von 1969 bis 1975 Kassierer und danach bis 1999 Vorsitzende des Rad- und Wandervereines Hofstetten. Von 1987 bis 1990 war er für den Schwarzwaldverein an der Ausschilderung der Wanderwege mit Holztafeln, die er selbst herstellte, beteiligt, ebenso beim Austausch in den Jahren 2001/2002. In der vierten Amtsperiode ist Allgaier zudem Gemeinderat.

Josef Eisenbeis (Friesenheim-Oberweier) gehört seit 1973 dem Vorstand des CDU-Ortsverbandes an. Von 1968 bis 1994 war er Gemeinderat in Oberweier und später in Friesenheim, von 1978 bis 1990 zudem Ortsvorsteher. Von 1971 bis 2006 war Eisenbeis zunächst Stellvertreter und dann Vorsitzender der Winzergenossenschaft Friesenheim. Er ist Gründer des Heimatgeschichtlichen Museums- und Fördervereins und seit 1982 dessen Vorsitzender.

Erich Faißt (Schuttertal) gehörte von 1971 bis 2004 dem Gemeinderat Schuttertal an. Seit 1979 CDU-Mitglied hat er den Ortsverband nach dem Tod von Christina Hohwieler weitergeführt. Faißt engagiert sich zudem in der Nachbarschaftshilfe.

Werner Feger (Haslach-Bollenbach) ist seit 25 Jahren Ortschaftsrat und seit 1982 Abteilungskommandant der Feuerwehr.

Wilhelm Heizmann (Steinach) ist als der "elektrische Mann" bekannt. Für viele Vereine und bei vielen Veranstaltungen sorgt er für die Stromversorgung, außerdem war er an mehreren Bauvorhaben beteiligt. Seit 1965 gehört er dem Gemeinderat an.

Adolf Heß (Hornberg) hat sich in vielerlei Funktionen in der Katholischen Kirche engagiert, zunächst in Bad Dürrheim, später in Hornberg. Seit 1953 gehört er der CDU an, war von 1998 bis 2009 CDU-Vorsitzende und von 1971 bis 2004 Gemeinderat.

Bernhard Messerer (Friesenheim-Oberschopfheim) gehört seit rund 60 Jahren dem TV Oberschopfheim, an, davon arbeitet er etwa 50 Jahre im Vorstand mit. Er ist seit 1994 Ehrenvorsitzender und erhielt 1989 die Ehrennadel des Landes verliehen.

Ulrich Pieper (Wolfach) engagiert sich im Patenverein Kinderlachen, der weltweit 27 Patenschaften unterhält und dafür rund 100 000 Euro gesammelt hat.

Willi Ritzenhoff (Friesenheim-Schuttern) war von 1991 bis 2002 CDU-Ortsverbandsvorsitzender und von 1987 bis 2002 Ortschaftsrat . Helmut Rau lobte ihn als "einen von der unbequemen Sorte", der bei politischen Diskussionen keine Ruhe gegeben habe.

Hans-Jakob Schweickhardt (Lahr-Hugsweier), seit 1984 CDU-Mitglied, wurde 1989 in den Ortschaftsrat gewählt und ist seit 1992 Ortsvorsteher und seit 1994 Gemeinderat. Er war Vorsitzender des Tennisclubs (1978 bis 1990) und steht seit 1986 der evangelischen Kirchengemeinde vor.

Klaus Steppacher (Friesenheim) war von 1979 bis 1984 Kommandant der Gesamtwehr, von 1984 bis 1991 Kreisbrandmeister und von 1999 bis 2003 Abteilungskommandant.

Ruth Heer, Alice Keller, Helga Hug, Elisabeth Hertenstein und Elfriede Kromer (alle Mahlberg) bilden das Leitungsteam des Seniorentreffs in Mahlberg, der seit 30 Jahren monatliche Angebote für die Senioren und Seniorinnen der Gemeinde macht.